
Das Programm der SROI-Konferenz am 16./17. Februar 2012 von iq consult und dem SROI Network steht! Mehr als 20 Referentinnen und Referenten gestalten die zweitägige Konferenz mit Diskussionen über die Möglichkeiten und Grenzen des Social Return on Investment sowie zahlreichen Fallstudien.
Wir freuen uns auf die Beiträge von u.a.:
Stephan Koch - UPJ (DE)
Gundula Cöllen - Stakeholder Reporting (DE)
Phillip Hölscher - Phineo (DE)
Bettina Windau - Bertelsmann Stiftung (DE)
Miriam Scherf, Anne Pattberg - PriceWaterhouseCoopers (DE)
Thomas Meier Ahrens - nordprojekte (DE)
Michael Vollmann - Ashoka Deutschland (DE)
GLS Bank
Jeremy Nicholls - Geschäftsführer The SROI Network (UK)
Marlon van Dijk - Social Evaluator (NL)
Peter Scholten - Value Game (NL)
Stephanie Robertson - Präsidentin SiMPACT Strategies, SROI Canada (Kan)
Erik Nilsson - Serus (SWE)
Daniel Fujiwara - Senior Economist beim Government Economics Service & Researcher an der London School of Economics (UK)
Das komplette Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.
Wir haben bewusst Raum gelassen für Ihre Interessen! Bei der Buchung oder auch spontan vor Ort können Sie Themen vorschlagen, die Sie präsentieren oder diskutieren möchten. Wir versuchen dann, alle Vorschläge in den Open Slots unterzubringen.
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts entersocial Good Practice Transfer und wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.
Wenn wir soziale Innvoationen fördern wollen, müssen wir zunächst damit beginnen Barrieren abzubauen.
Die größte Barriere befindet sich in unserem Kopf:
Die aktuelle Entwicklungen belegen, dass die Logik von Adam Smith, dass wenn jedes Individuum nach seinem individuellen Vorteil strebt, mittelbar der gesellschaftliche Reichtum erhöht wird, sich nach 200 Jahren überlebt hat. Die Annahme, dass die Entwicklung des Kapitalismus zwangsläufig auch zu einer Verbreitung demokratischer Werte führt, trifft nicht zu. China und Russland beweisen, dass der Kapitalismus gut ohne Demokratie funktioniert; technologischer Fortschritt nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung der sozialen Verhältnisse beiträgt. Wir müssen verstehen, dass die tradierten Strukturen, Konzepte und Regelwerke nicht zu einer Lösung der sozialen und ökologischen Probleme beitragen.
Wenn wir Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit schaffen, sowie den ökologischen Kollaps verhindern wollen, dann müssen wir die Rahmenbedingungen für soziale Innovationen verändern.
Wir müssen alle Potenziale in unserer Gesellschaft nutzen und wir müssen - unter Einbzug der Zivilgesellschaft - Brücken bauen zwischen dem privaten, öffentlichen und sozialen Sektor. Es gibt bereits gute praktische Beispiele und auch einige Länder und Regionen - z.B. die Europäische Union - die Strategien zur Förderung von sozialen Innovationen entwickelt haben.
Dies ist der Anfang, wir müssen diese Beispiele verbreiten und an der Weiterentwicklung von Strategien und von Konzepten zur Förderung von sozialen Innovationen arbeiten.
(....)
Teilnehmerkreis: Dreissig Schwabfellows, M.Yunus, Vertreter aus verschiedenen Unis und Investoren.
Dienstag, 24. Januar 2012, Davos - Schweiz
Die kollektive Power der dreissig geladenen Social Entrepreneure im Gespräch beim Weltwirtschaftsforum in Davos:
Welche Handelsempfehlungen können aus dem Social Entrepreneurship Bereich für die Politik abgeleitet werden? In einem Panel werden Notwendigkeit, Struktur und Themen eines Policy Toolkit besprochen. Alle Beteiligten sind sich einig über die folgenden Aussagen: Ein Policy Toolkit kann ein wichtiges und notwendiges Instrument sein, um politischen Entscheidungsträgern eine Richtung zu geben. Bei der Erarbeitung eines solchen Toolkit sollten jedoch regionale und nationale Spezifika Berücksichtigung finden und generell Best-Practice Beispiele enthalten.
Und weitere Einigkeit herrscht: Social Entrepreneurship, Social Business und Social Innovation sind noch immer nicht eindeutig definiert.

Auf Einladung der Schwab Foundation for Social Entrepreneurship ist Norbert Kunz, als Social Entrepreneur 2010 und Mitglied des Global Agenda Council on Social Innovation, auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum.
Seit 1971 findet das von Klaus Schwab gegründete Treffen in Davos in der Schweiz statt. Teilnehmen werden an die vierzig Staats- und Regierungschefs, Handelsminister und andere Politiker, Wirtschaftsexperten, Journalisten, Intellektuelle und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen (was im Übrigen nicht immer selbstverständlich gewesen ist). Seit 2000 fördert die Schwab Foundation for Social Entrepreneurship ausgewählte Sozialunternehmer und gibt ihnen die Möglichkeit Top-Manager und leitende Regierungsbeamte zu treffen. In Davos beleuchten Expertengremien aktuelle Themen, zudem bieten die sogenannten Igwels („Informal Gatherings of World Economic Leaders“) weniger formelle Möglichkeiten der Zusammenkunft. Wir sind gespannt, was Norbert Kunz über die vier Tage (25. bis 29 Januar 2012) zu berichten hat!
Den 120 Gästen des SenseCamps am 21. Januar im social impact lab brauchte man nichts vorzusetzen; sie gestalteten ihre Agenda selbst. In den gut 15 Barcamp-Sessions kamen Themen wie "Social Entrepreneurship und Kunst", "Gameification" (alles nur Spiel?), "Design Thinking" oder ganz praktisch "Social Value" auf den Tisch. Thorsten Jahnke von iq consult gab eine Kurzversion seines Seminars "Wie gründe ich ein Sozialunternehmen?" und Bernd Steinmeyer, Social Entrepreneurship Coach von iq consult, brachte Startups die Entscheidungslogik "Effectuation" näher.
MakeSense-Gründer Christian Vanizette war mit einem Duzend "Gangsters" (so nennen sich die Volunteers von MakeSense) aus Frankreich angereist und absolvierte einen Marathon: Non-Stop drei "HoldUps", eine rastlose Kreativmethode, bei der Social Entrepreneure eine Herausforderung stellen und per crowdsourcing von den HoldUp-Teilnehmern Lösung entwickeln lassen.
Auf die Frage "Wollt ihr nochmal ein SenseCamp?" wurde mit großem Applaus reagiert. Die Organisatoren von MakeSense und iq consult greifen diesen Wunsch gerne auf.

Foto: Sabine Borgwart
Mehr Fotos vom SenseCamp gibt es auf Facebook.
Große Ehre für Norbert Kunz, Social Entrepreneur des Jahres 2010 und Geschäftsführer von iq consult: Die Bundeskanzlerin lud am 16. Januar 2012 zum persönlichen Gespräch. Angela Merkel empfing im Bundeskanzleramt Experten in der erfolgreichen Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit. Jugendarbeitslosigkeit stellt seit vielen Jahren ein zentrales soziales Problem vieler europäischer Regionen dar. Häufig gibt es für die jungen Leute keinen anderen Ausweg, als in anderen Bundesländern nach Erwerbsmöglichkeiten zu suchen. Das verbleibt nicht ohne erhebliche Konsequenzen für die regionale Sozialstruktur.
Norbert Kunz stellte in dem 2-stündigen Gespräch das erfolgreiche Best-Practice-Projekt enterprise vor.
iq consult bietet enterprise seit 1999 in Brandenburg an. Durch die Mitwirkung von iq consult wird enterprise mittlerweile in allen Ostdeutschen Bundesländern angeboten. Die Umsetzung im europäischen Raum (Irland) steht derzeit im Raum. enterprise wurde sowohl von der EU als auch von der OECD als Best-Practice-Projekt ausgezeichnet. Das Projekt wurde Ende der 1990er Jahre als Reaktion auf die Abwanderung von qualifizierten jungen Menschen in ländlichen Regionen entwickelt.
Die Bundeskanzlerin hörte mit grossem Interesse der Expertise ihrer Gäste und der ihr vorgestellten sozialen Innovationen zu.
Das Gespräch soll nicht ohne Folgen bleiben: Angela Merkel versicherte gemeinsam mit der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die Vorschläge zu erörtern.
Neben Norbert Kunz nahmen Uta Schumann vom Internationalen Bund (einem der großen Anbieter der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland), Franz-Josef Fischer, Vorsitzender der Strahlemann Stiftung (u.a. ideele und finanzielle Unterstützung von Bildungsprojekten in Deutschland), Prof. Dr. Gesine Stephan, Forschungsbereichsleiterin Arbeitsförderung und Erwerbstätigkeit am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Ibrahim Ismail, Geschäftsführer des padaia e.V. (Förderung und Weiterbildung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen), Hilmar Schneider, Direktor Arbeitsmarktpolitik am iza (nationale und internationale Arbeitsmarktforschung), Hermann Genz, Leiter des Fachbereich Soziale Sicherung, Arbeitshilfen und Senioren der Stadt Mannheim), sowie Frau Kermer der Agentur für Arbeit Stendal.

Das SenseCamp am 21.1., 10-18 Uhr ist eine informelle und offene Konferenz zum Thema Social Entrepreneuership. Die Agenda gestaltet das Publikum selbst. Im Rahmen von Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen können Ideen und Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft werden.
Das SenseCamp wird veranstaltet von MakeSense, Better World Network, knowable.org und iq consult.
Die Teilnahme am SenseCamp ist kostenfrei. Wir bitten trotzdem um eine Anmeldung, damit wir die Anzahl der Teilnehmer/innen im Blick behalten.
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