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Inhalt abgleichenEQUAL bis COPIE

Von EQUAL bis CoPIE

Im Rahmen der Lissabon-Strategie haben die EU-Mitgliedsstaaten das beschäftigungspolitische Ziel festgelegt, auf der Grundlage von mehr und besseren Arbeitsplätzen sowie besser ausgebildeten und qualifizierten Arbeitskräften einen integrativeren Arbeitsmarkt entstehen zu lassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher auf Maßnahmen, die dazu beitragen, die soziale Eingliederung zu fördern und zu intensivieren, eine Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt zu verhindern, die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie regionale Ungleichheiten bei Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsproduktivität abzubauen.

 

Inclusive Entrepreneurship: Selbstständigkeit als Perspektive

Selbstständigkeit ist heute für viele Menschen die einzige Möglichkeit, unabhängig von öffentlichen Transferleistungen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In den wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Zielstellungen rücken somit europaweit zunehmend Personengruppen in den Fokus, die nicht unbedingt dem Bild des „klassischen“ Selbstständigen entsprechen. Diese Personen stellen andere Anforderungen an die Unterstützungssysteme, die traditionell auf die Bedürfnisse eines bestimmten Unternehmertyps ausgerichtet sind. Weil die vorhandenen Strukturen bestimmten Personengruppen nicht gerecht werden, werden diese (z. B. Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, junge Menschen, Arbeitslose) als strukturell benachteiligt bezeichnet.

 

Selbstständigkeit soll für alle gesellschaftlichen Gruppen zu einer Alternative zur abhängigen Beschäftigung werden, insbesondere wenn adäquate Beschäftungsmöglichkeiten fehlen. Diese Zielstellung wird als „Inclusive Entrepreneurship“ bezeichnet.

 

EQUAL

Die aus dem Europäischen Sozialfonds bis Ende 2007 geförderte Gemeinschaftsinitiative „EQUAL“ zielte darauf ab, neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten von Arbeitenden und Arbeitsuchenden auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu erproben. Um die Erkenntnisse der mehr als 300 von „EQUAL“ geschaffenen Entwicklungspartnerschaften mit in die politischen Entscheidungsprozesse aller Unionsmitglieder zu integrieren, unterstützt die Europäische Kommission seither die Umsetzung weiterer Arbeitsgruppen, sogenannter „Communities of Practice“ (CoP), für spezifische Themenbereiche. 

 

Community of Practice on Inclusive Entrepreneurship (CoPIE)

Im Anschluss an die beiden Phasen von „EQUAL“ bildete sich die europäische Arbeitsgruppe „Community of Practice on Inclusive Entrepreneurship“ (CoPIE). Wesentliche Aufgabe der CoPIE ist die Beratung und Unterstützung von Entscheidungsträger/innen in öffentlichen Verwaltungen und von Gründungsintermediären.

Zu den Gründungsnationen der CoPIE gehören Belgien (Region Flandern), Deutschland, Spanien, Portugal und Wales. Frankreich, die Niederlande, Griechenland und die Region Wallonien (Belgien) agieren zudem als Beobachter. Darüber hinaus beteiligten sich Tschechien, Irland sowie Lettland im weiteren Verlauf der CoPIE. Jedes dieser Länder verfügt über konkrete Erfahrungen bei dem Vorhaben, Unternehmensgründungen zu einem beschäftigungspolitischen Instrumentarium zu entwickeln.Insbesondere möchte die CoPIE dazu beitragen, dass qualitativ hochwertige Strukturen geschaffen werden, die unterrepräsentierten bzw. benachteiligten Zielgruppen eine reale Chance bieten, den Weg in die berufliche Selbstständigkeit zu gehen.  

 

Die Ziele der CoPIE

  • Beförderung des Aufbaus eines qualitativ hochwertigen Gründungsunterstützungssystems für alle gesellschaftlichen Gruppen
  • Entwicklung und Transfer von Modellen und Verfahren, die den Zugang zu Krediten für Gründer/innen ermöglichen
  • Identifizierung von Maßnahmen, die zur Aktivierung des unternehmerischen Potenzials beitragen

Um dies zu erreichen, konzentrierte sich die CoPIE in der ersten Phase auf

  • den Transfer von europäischen Best-Practice-Ansätzen im Kontext „Inclusive Entrepreneurship“,
  • die Entwicklung eines Analysetools (CoPIE-Tool) zur Untersuchung der regionalen Gründungsinfrastruktur und
  • den Aufbau und die Implementierung von Politikstrategien.

Um die Gründungsquote in der Europäischen Union zu erhöhen und allen Gründungsinteressierten adäquate Bedingungen zur Realisierung ihres Vorhabens zu bieten, wurden vier Kernthemen identifiziert, die als die „vier Leitersprossen“ heraus aus der Benachteiligung bezeichnet werden:

  • Schaffung einer unternehmerischen Kultur und der entsprechenden Rahmenbedingungen
  • Verfügbarkeit von zielgruppenspezifischer Existenzgründungsberatung und Qualifizierung
  • Unterstützungsangebote bei Konsolidierung und Wachstum junger Unternehmen
  • Zugang zu angemessener Finanzierung

 

 

Im Rahmen der Lissabon-Strategie haben die EU-Mitgliedsstaaten das beschäftigungspolitische Ziel festgelegt, auf der Grundlage von mehr und besseren Arbeitsplätzen sowie besser ausgebildeten und qualifizierten Arbeitskräften einen integrativeren Arbeitsmarkt entstehen zu lassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher auf Maßnahmen, die dazu beitragen, die soziale Eingliederung zu fördern und zu intensivieren, eine Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt zu verhindern, die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie regionale Ungleichheiten bei Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsproduktivität abzubauen.

 

Inclusive Entrepreneurship: Selbstständigkeit als Perspektive

Selbstständigkeit ist heute für viele Menschen die einzige Möglichkeit, unabhängig von öffentlichen Transferleistungen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In den wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Zielstellungen rücken somit europaweit zunehmend Personengruppen in den Fokus, die nicht unbedingt dem Bild des „klassischen“ Selbstständigen entsprechen. Diese Personen stellen andere Anforderungen an die Unterstützungssysteme, die traditionell auf die Bedürfnisse eines bestimmten Unternehmertyps ausgerichtet sind. Weil die vorhandenen Strukturen bestimmten Personengruppen nicht gerecht werden, werden diese (z. B. Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, junge Menschen, Arbeitslose) als strukturell benachteiligt bezeichnet.

 

Selbstständigkeit soll für alle gesellschaftlichen Gruppen zu einer Alternative zur abhängigen Beschäftigung werden, insbesondere wenn adäquate Beschäftungsmöglichkeiten fehlen. Diese Zielstellung wird als „Inclusive Entrepreneurship“ bezeichnet.

 

EQUAL

Die aus dem Europäischen Sozialfonds bis Ende 2007 geförderte Gemeinschaftsinitiative „EQUAL“ zielte darauf ab, neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten von Arbeitenden und Arbeitsuchenden auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu erproben. Um die Erkenntnisse der mehr als 300 von „EQUAL“ geschaffenen Entwicklungspartnerschaften mit in die politischen Entscheidungsprozesse aller Unionsmitglieder zu integrieren, unterstützt die Europäische Kommission seither die Umsetzung weiterer Arbeitsgruppen, sogenannter „Communities of Practice“ (CoP), für spezifische Themenbereiche. 

 

Community of Practice on Inclusive Entrepreneurship (CoPIE)

Im Anschluss an die beiden Phasen von „EQUAL“ bildete sich die europäische Arbeitsgruppe „Community of Practice on Inclusive Entrepreneurship“ (CoPIE). Wesentliche Aufgabe der CoPIE ist die Beratung und Unterstützung von Entscheidungsträger/innen in öffentlichen Verwaltungen und von Gründungsintermediären.

Zu den Gründungsnationen der CoPIE gehören Belgien (Region Flandern), Deutschland, Spanien, Portugal und Wales. Frankreich, die Niederlande, Griechenland und die Region Wallonien (Belgien) agieren zudem als Beobachter. Darüber hinaus beteiligten sich Tschechien, Irland sowie Lettland im weiteren Verlauf der CoPIE. Jedes dieser Länder verfügt über konkrete Erfahrungen bei dem Vorhaben, Unternehmensgründungen zu einem beschäftigungspolitischen Instrumentarium zu entwickeln.Insbesondere möchte die CoPIE dazu beitragen, dass qualitativ hochwertige Strukturen geschaffen werden, die unterrepräsentierten bzw. benachteiligten Zielgruppen eine reale Chance bieten, den Weg in die berufliche Selbstständigkeit zu gehen.  

 

Die Ziele der CoPIE

  • Beförderung des Aufbaus eines qualitativ hochwertigen Gründungsunterstützungssystems für alle gesellschaftlichen Gruppen
  • Entwicklung und Transfer von Modellen und Verfahren, die den Zugang zu Krediten für Gründer/innen ermöglichen
  • Identifizierung von Maßnahmen, die zur Aktivierung des unternehmerischen Potenzials beitragen

Um dies zu erreichen, konzentrierte sich die CoPIE in der ersten Phase auf

  • den Transfer von europäischen Best-Practice-Ansätzen im Kontext „Inclusive Entrepreneurship“,
  • die Entwicklung eines Analysetools (CoPIE-Tool) zur Untersuchung der regionalen Gründungsinfrastruktur und
  • den Aufbau und die Implementierung von Politikstrategien.

Um die Gründungsquote in der Europäischen Union zu erhöhen und allen Gründungsinteressierten adäquate Bedingungen zur Realisierung ihres Vorhabens zu bieten, wurden vier Kernthemen identifiziert, die als die „vier Leitersprossen“ heraus aus der Benachteiligung bezeichnet werden:

  • Schaffung einer unternehmerischen Kultur und der entsprechenden Rahmenbedingungen
  • Verfügbarkeit von zielgruppenspezifischer Existenzgründungsberatung und Qualifizierung
  • Unterstützungsangebote bei Konsolidierung und Wachstum junger Unternehmen
  • Zugang zu angemessener Finanzierung

 

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